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Jnana-Yoga

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Alles ist Bewusstsein

Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist nach dem Tod? Was ist vor der Geburt? Was ist das Ziel des Lebens? Was ist die Welt? Was ist Gott? Was ist wirklich? Was ist unwirklich? Was ist Glück?
Das sind die zentralen Fragen, denen sich der Jnana-Yoga widmet. Es sind die Urfragen der Menschheit, die Fragen, die uns Menschen beschäftigen, seit es uns gibt.
Jnana heißt Wissen und deshalb wird dieser Yoga-Weg auch oft Yoga des Wissens genannt. Aber tatsächlich geht es beim Jnana-Yoga nicht nur um reine Philosophie oder intellektuelle Erkenntnis. Es geht um Erfahrung!!! Denn all diese Urfragen sind letztlich nicht komplett und allein mit dem Verstand zu durchdringen. Aber sie sind in der Meditation erfahrbar. Sich beispielsweise mit der Frage nach dem Glück oder dem Ziel des Lebens intellektuell auseinanderzusetzen ist faszinierend, aber es tatsächlich zu spüren hat eine ganz andere Qualität. Das ist wiederum die Voraussetzung zur Erkenntnis des eigenen Selbst und der höchsten Wahrheit … und darum geht es im Jnana-Yoga.
Wer bin ich? Subjekt oder Objekt? Erkenne dein Selbst und sei frei ! So kurz und präzise kann man die Grundlage des Jnana-Yoga zusammenfassen. Diese auf den ersten Blick so einfache Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt bewusst zu treffen, ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gelassenheit, denn sie zeigt uns, an welchen Stellen wir uns zu sehr mit etwas oder mit jemandem identifizieren, also den inneren Abstand dazu verlieren. Wenn wir aus unserer Gelassenheit fallen, ist fast immer eine zu starke Identifikation der Grund.
So können die Überlegungen – Ich bin nicht das Objekt – Es ist mir nur zeitweise anvertraut – eine große Hilfe in Richtung Gelassenheit sein. Denn wir leben in einer sehr materiell orientierten Welt, in der sich viele Menschen sehr stark mit ihrem Besitz identifizieren und sogar ihren Selbstwert daraus ziehen. Wer sich davon lösen kann, nach einer bestimmten Automarke zu streben, nur das angesagteste neue Handy oder bestimmte Markenklamotten zu haben, hat einfach weniger Stress und bringt dadurch mehr Ruhe ins Leben.
Natürlich haben wir nicht nur mit Gegenständen Identifikationen sondern auch mit Menschen, Beziehungen, mit Rollen oder auch unseren Gefühlen. Tatsächlich finden sich Identifikationen auf allen Ebenen unseres Alltags, wenn wir nur genau hinschauen.
Besonders prägend für unser Leben und oft sehr nachteilig für unsere Gelassenheit ist die Identifikation mit anderen Menschen. Und zwar vor allem mit jenen, die uns besonders am Herzen liegen und nahe stehen: Kind, Mutter, Vater, Freunde und Lebenspartner. Bei manchen Menschen ist die Identifikation so stark, dass sie sogar ihr ganzes Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit und Selbstvertrauen aus diesen Beziehungen ziehen. Gibt es dann Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichen, ist auch das Selbstbewusstsein am Boden.
Wer es schafft, sich aus diesen Identifikationen zu lösen, tut nicht nur sich selbst sondern auch den Anderen einen großen Gefallen: Beide Seiten profitieren von mehr Gelassenheit und können ihr Inneres, ihr wahres Wesen leichter entfalten.
Ein Beispiel: Du bist nicht dein Kind !!!
Hängt dein Glück davon ab, dass sich kein Kind möglicht genau deinen Vorstellungen entsprechend entwickelt und verhält ? Dann identifizierst du dich sehr stark mit deinem Kind. Oder hängt dein Glück nur davon ab, dass dein Kind glücklich ist und seinen eigenen Charakter entfaltet, auch wenn er so gar nicht deinen Vorstellungen und Erwartungen entspricht ? Das wäre vermutlich die ideale Eltern-Kind-Beziehung. Eine identifikationsfreie Beziehung zu unseren Kindern ist natürlich krank, schließlich tragen wir Verantwortung, bis sie erwachsen sind. Das Glück der Eltern hängt also bis zu einem gewissen Grad auch vom Glück der Kinder ab.
Jedoch identifizieren sich manche Eltern so stark mit ihren Kindern, dass sie ihre eigenen Wünsche und Ängste auf ihre Kinder übertragen und ihnen durch zu starke Führung, Kontrolle und Fürsorge die Möglichkeit nehmen, sich als eigenständige und selbstbestimmte Persönlichkeit zu entfalten.
Sich solcher gefühlsmäßiger Verbindung oder Verschmelzung im Detail bewusst zu werden, ist ein erster Schritt, sich aus maßloser Identifikation zu lösen und gelassener zu leben. Mach dir klar: Du bist nicht dein Kind! Du kannst und sollst Anteil an der Entwicklung und am Glück deines Kindes haben, ihm helfen, ein eigenständiger und selbstbestimmter Mensch zu werden, verbunden aber nicht verschmolzen !!! Dann fallen auch später das Loslassen und die Unabhängigkeit nicht so schwer.

Du ahnst vielleicht, dass es ein langer Prozess ist, sich aus seinen Identifikationen zu lösen, um gelassener zu leben. Unsere Kurse wollen und können dir dabei helfen, zunächst übermäßige Identifikationen und Verschmelzungen zu erkennen und in der Folge auch zu lösen.

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