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Schlafprobleme lösen

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Zu allen Zeiten nannte man den Schlaf den “kleinen Bruder” des Todes. Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Menschen unter Schlafstörungen leiden. Einschlafen bedeutet, die Kontrolle zu verlieren und uns der Eigenregulation  des Körpers anzuvertrauen. Denn obwohl wir für Stunden unsere Selbstwahrnehmung verlieren, laufen alle notwendigen Prozesse im Körper, quasi wie von selbst, weiter. Wohin verschwindet das, was wir als Bewusstsein bezeichnen? Wir wissen es nicht genau und diese Unsicherheit erzeugt Angst. Beruhigend wirkt die Erfahrung, dass wir ein Leben lang jeden Morgen wieder erwachen.
Die Schlafforschung zeigt, dass es viele Gründe für Schlafprobleme gibt:
Das verschobene Gleichgewicht zugunsten des Sympathikus.

Das vegetative Nervensystem regelt alle wichtigen Funktionen in unserem Körper und ist weitgehend unserer bewussten Kontrolle entzogen. Dabei gibt es zwei Gegenspieler, den Sympathikus und den Parasympathikus. Aktiviert werden sie unter anderem durch die Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Die Ausschüttung von Adrenalin setzt den Sympathikus in Gang, der eine ganze Kaskade von Aktivitäten, wie Erhöhung der Herzfrequenz oder Verengung der Blutgefäße, einleitet. Der Parasympathikus tritt in Aktion, wenn das Essen verdaut werden soll oder wenn wir uns in den Schlaf begeben möchten. Unter seiner Regie kommt es zur Beruhigung im gesamten Körper, die Herzfrequenz sinkt, Schlafhormone werden produziert, wir werden müde.

 

Yoga und Meditation haben auch zum Ziel, auf die Tätigkeit des sogenannten autonomen Nervensystems regulierend einzuwirken. Durch Atemübungen (Pranajama) vertiefen und verlangsamen wir Atem, Herzschlag, Puls und sogar die Tätigkeit von Magen und Darm. Den meisten Menschen gelingt es im Alltag jedoch kaum, Anregung oder Beruhigung in diesem Teil des Nervensystems bewusst herbeizuführen. Wenn du unter Schlafstörungen leidest, kennst du den Kampf, der jede Nacht aufs Neue beginnt. Gedanken wie “ich muss jetzt schlafen” wechseln sich mit Gefühlen von Ohnmacht, Verzweiflung und Frustration ab, wenn du an die Anforderungen des nächsten Tages denkst. Wieder schaltet sich der Kopf ein und das Gedankenkarussell beginnt von vorn. Auf diese Weise wird der Sympathikus wieder aktiviert und bringt die Wachheit in den Kopf bei gleichzeitiger Müdigkeit im Körper.

Die Schlafforschung berichtet auch: Dis-Stress, Informationsfülle durch Radio, Fernsehen, Internet, falsche Ernährung, viel Alkohol und Kaffee, zu langes Arbeiten am Computer führen zu Konfusion im Kopf. Auch Hormonumstellungen, wie nach einer Geburt, während der Wechseljahre, prämenstrual oder bei fehlender bzw. disharmonischer Sexualität sorgen für schädlichen Dis-Stress und stören den gesunden Schlafrhythmus ebenso wie Krankheit oder chronische Schmerzen.

In unseren Kursen kannst du Atemtechniken und andere Praktiken erlernen, um das autonome Nervensystem zu harmonisieren und zu erkennen, wie einfach es ist, endlich wieder erholsam und gesund zu schlafen.

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